Helft uns, zu überleben!
(15. März 2010) - Wir helfen euch - jetzt müsst ihr uns einmal helfen! Um den Abicast weiter betreiben und vielleicht sogar andere Fächer anbieten zu können, benötigen wir Sponsoren, Werbepartner, Geldgeber. Wir betreiben den Abicast ehrenamtlich. Server und Lehrer kosten aber trotzdem Geld.
Daher die Bitte: Ihr habt alle Eltern, die vielleicht in einem Unternehmen arbeiten, das eine junge Zielgruppe wie euch mit Werbung erreichen möchte - und unsere Idee gut findet. Vielleicht möchte ja jemand auf abicast.de werben?
Wir freuen uns über jede Idee an info@abicast.de. Denn wir möchten euch die Podcasts auch in Zukunft kostenfrei anbieten können!
Deutsch: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß
Podcast-Episode vom 8. Februar 2008
Robert Musils Roman, entstanden 1905, spielt in einem Elite-Internat in der österreichischen Provinz. Ein Schüler begeht einen Diebstahl und wird von einem Kameraden beobachtet. Anstatt ihn anzuzeigen, beschließen der Bestohlene und zwei weitere Mitschüler, Selbstjustiz zu üben. Daraus entwickelt sich die Geschichte eines Machtmissbrauchs, die Brüchigkeit der moralischen Ordnung wird sichtbar. Im Abicast fassen wir den Inhalt zusammen, charakterisieren die Personen und möchten zum Nachdenken über deren Handlungsweise anregen.
Einzelepisoden
- 01: Der Inhalt (4:56)
- 02: Die Personen (Törleß) (13:54)
- 03: Die Personen (Beineberg) (3:38)
- 04: Die Personen (Reiting) (2:37)
- 05: Die Personen (Basini) (1:16)
- 06: Die Hintergründe (Der zeitgeschichtliche Hintergrund) (7:54)
- 07: Die Hintergründe (Die heutige Beurteilung) (5:18)
- 08: Die Hintergründe (Der Erzählstil) (8:04)
Komplettepisode
Kommentare
Bisher 32 Kommentare zu "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß".
Einige eurer Fragen werden beantwortet, wenn ihr das Buch lest ;-) Habe so das Gefühl, dass nicht jeder hier verstanden hat, dass es sich bei diesem Podcast lediglich um sekundäre Unterstützung handelt…
Jerrie16. Juni 2010, 01.27 Uhr
boahhhh. Ihr streitet euch und man lernt nichts daraus. Sie verwirren einen nur noch mehr. Wie ist es keinen von euch aufgefallen, dass Törleß versucht seine grenzen auszutesten, wie ein kind das macht. Kleine kinder versuchen alles um rauszufinden was sie machen dürfen und was nicht. So ist es auch mit Törleß. Er findet raus, wie weit er mit Basini gehen kann und analysiert ihn zu gleich. Diese erkenntnisse braucht er um seine persönlichkeit zu entwickeln. Er weiss nicht wann man sich rwachsen nennen darf und findet es auf diesem wege herraus.
Ausserdem wurde das buch sehr wissenschaftlich geschrieben, weil der erzähler auf fast alles eine wissenschaftliche erklärung hat, jedoch ist er sehr distanziert. Es wirklich wahr dass der erzählperspektive wechselt, aber nur um den leser gewisse situationen und ereignisse nahzubringen.
Noch ein Tipp:
wie wäre es wenn ihr euch mal die K und K monarchie anguckt und versucht die handlung damit zu verknüpfen. So würdet ihr die geselschaftlichen probleme, oder besser gegsat,-die sitten und gebräuche- besser verstehen. Guckt euch an warum der prinz für Törleß so wichtig und warum er traurig über den verlusst eines freundes ist.
Ich könnte euch das alles hier erläutern, aber ihr würdet nichts daraus lernen. Soe diese tipss sollte ihr euch zu herzen nehmen
27. Mai 2010, 20.48 Uhr
zu Franziska:
sie sagt ja, dass der erzähler personal, aber allwissend ist.das heißt, er beschreibt, analysiert (…) alles aus der sicht von törleß. der erzähler ist also gebrochen auktorial.
Lena26. Mai 2010, 15.17 Uhr
also ich finde die kommentare sehr verwirrend.
keiner kann die epoche in die der roman eingeordnet werden sollte wirklich klar definieren. es ist von vormärz, expressionismus und literarischer moderne die rede.
die einen sagen das, die anderen jenes. hier ist schon klar, dass der hörstoff für törleß einige lücken aufweist.
ich denke, dass don karlos, dantons tod und effi briest wesentlich besser vormuliert und dargestellt sind als törleß.
Bei törleß werden zudem falsche angaben gemacht, sodass es eher verwirrt als wirklich hilft.
25. Mai 2010, 23.12 Uhr
Ich dachte der Roman ist von einem auktorialen erzähler geschrieben und nicht von einem personalen..?
Franziska7. Mai 2010, 13.00 Uhr
echt gute seite, jedoch zu spät fürs abi. nächstes ja wirds besser danke:D
marius auch geier genannt14. April 2010, 18.00 Uhr
hier zur diskussion über die sache mit der sprachskepsis:
ich denke, die sprachnot mit törleß zu vergleichen bzw beides in verbindung zu setzen, ist nicht nur an dem punkt mit der unendlichkeit machbar. insgesammt geht in törleß zu jedem aspekt seines lebens der gleiche kritische vorgang vor, der bei philosophen/sprachkritikern zu der zeit in der sprachnot endete. sprachnot ist ja nur ein aspekt der entgleitenden neustruktur gesellschaftlicher ordnungen bzw des mangels der möglichkeiten für menschen, diese neuen strukturen mit den mitteln ihrer alten denkweisen zu kategorisieren.
dieses problem äußert sich bei törleß in seinen sexuellen, moralischen & sozialen verhaltensweisen und gedanken aber natürlich auch in der sprachlosigkeit. der roman wäre aber auch mit dem thema sprachkritik in verbindung setzbar, wenn törleß selbst den aspekt der “sprachlosigkeit” übersehen würde, da die ursprungs’verwirrung’, die zur sprachskepsis führt, in all diesen bereichen die gleiche ist.
desswegen halte ich auch die freudschen erklärungsansätze für extrem gewagt, auch wenn bekannt ist, dass musil sich mit freud beschäftigte, kann man sicherlich nicht törleß’ “verwirrungen” und innere probleme NUR auf freud beziehen, auch nicht die seiner sexuellen identität.
zur seite: die ist echt super, aber die törleß-abteilung hier ist mir, wie vielen andren anscheinend auch, wirklich ein bisschen zu sperrlich und, dafür dass der roman so viele tiefgehende aspekte liefert, irgendwie auch zum teil etwas zu oberflächlich. woher kommt dieser qualitätsunterschied zu zB dem cast über effi briest, der wirklich treffend (tiefreichend, aber auf den punkt) und einfühlsam ist?
rebecca14. April 2010, 17.06 Uhr
ja, der Austausch hat ein oder zwei mal stattgefunden.
Wenn ihr euch Notizen gemacht habt und euch das nochmal durchliest werdet ihr das schon merken und korrigieren.
also kein unvermeindlicher Fehler.
außerdem wird auch nichts über Nietzsche gesagt…
das fehlt mir auch noch..
14. April 2010, 00.35 Uhr
Also, dass Robert Musil mit Törleß “die Problematik des Jugendalters” schildert ist nicht ganz zutreffend.. vielmehr geht es hier um das Erleben einer Identitätskrise, die durch die 2 Sozialisationsinstanzen, die aufeinanderprallen und unvereinbar sind ( Familie und Konvikt) ausgelöst wird. In dieser Identitätskrise inbegriffen ist die Sprachkrise (Multiperspektivität, zirkularität des Geistes) sowie die Angst vor der Wahrheit… aber wie wir alle ja wissen, überwindet der kleine Törleß am Ende das alles und nimmt die Absurdität des Lebens an und internalisiert sie… !
Ich find es ein bisschen oberflächlich nur von “Pubertät” zu reden… geht schon eine Ebene weiter!
12. April 2010, 16.05 Uhr
ja vorallem beim inhalt werden basini und törleß vertauscht ..
Carina11. April 2010, 14.51 Uhr
kann es sein, dass beineberg und basini ab und an vertauscht werden? kommt mir sonst etwas komisch vor.
daniel10. April 2010, 20.24 Uhr
der sinn ist doch der, dass Musil damit die Tiefen der menschlichen - vor allem jugendlichen - Seele aufweisen will. Also gar nicht mal so eine Sozialkritik oder Kritik an dem Institut (eig hatte ich das so in der schule gelernt, aber nach den potcasts bin ich mir da nicht mehr sicher) sondern eine genaue Schilderung der problematik der Pubertät.
glaub ich… ^^
Sahra10. April 2010, 19.16 Uhr
@Jule: das buch gehört in die die Epoche Moderne. Über den übergeordneten sinn kann ich dir leider nichts sagen sry…lg
Ronja10. April 2010, 11.14 Uhr
super hilfe diese seite! kann mir jemand konkret sagen in welche epoche das buch eingeordnet wird und wieso!?es wäre auch nett wenn mit jemand sagen könnte was der übergeordnete sinn dieses buches ist:) MFG
Jule9. April 2010, 11.35 Uhr
Megafreshe Hompage!!!! Vor allem “die heutige Beurteilung” bei 3:08 Minuten hat mich fäät weggeflasht!! Weiter soo …
Stay tuned und piiiiiiiiiiiiiiiiiiiz
5. April 2010, 15.14 Uhr
Also ich finde die gesamte Seite eigentlich sehr gut und ausführlich. Allerdings kommt mir der Törleß doch ein bisschen zu kurz. Mir fehlt bspw. der Ödipuskomplex in Beziehung zu Törleß Mutter und nähere Ausführungen zu Siegmund Freud, was meiner Meinung nach ein sehr zentraler Aspekt des Romans ist. Was zur Erzählsituation/perspektive gesagt wurde stimmt leider nicht.
Der Roman wird übrigens dem Expressionismus zugeordnet.
Alles in allem aber eine tolle Seite und super zum wiederholen.
1. April 2010, 12.57 Uhr
Insgesamt auf jeden Fall hilfreich. Allerdings solltet ihr das 8. Kapitel - Die Hintergründe (der Erzählstil) - nach meinem Eindruck noch einmal überarbeiten. Z.B. halte ich es für gewagt und ziemlich subjektiv, bei manchen Formulierungen Musils von “Ausrutschern” zu sprechen.
Manches stimmt auch einfach nicht: Es ist falsch, dass alles aus Sicht Törleß’ erzählt wird. Z.B auf Seite 175 wir definitiv kurz aus Sicht Basinis geschrieben: “Er fühlte, daß ein Meer von grauer, ernüchterner Enttäuschung sich zwischen ihn und Törleß geschoben hatte….” An anderen Stellen kommt dieser Perspektivwechsel auch vor, wenn auch selten.
Ich möchte konstruktive Kritik leisten, also die ganze Seite hier ist wirklich eine super Sache! =)
Hannah30. März 2010, 12.09 Uhr
Achtung: Törless (1905) gehört in die Epoche der “Wiener Moderne” (1890 - 1910), d.h. in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, in der sich der Zusammenbruch der traditionellen Ordnung bereits ankündigt. NICHT VORMÄRZ!!! ;-)
Julia (abicast.de)12. März 2010, 08.49 Uhr
Wir haben das nie so besonders mit dem dritten Reich verglichen…Hat das jemand anders im Unterricht auch gemacht?!
Svenja9. März 2010, 21.14 Uhr
Bei Sprach Denken Wirklichkeit wird die Sprach mit der Wirklichkeit in Verbindung gesetzt, viele Kritiker meinen, dass man mit der Sprache die objektive Wirklichkeit nur subjektiv wahrnemen kann(linguistisches relativitätsprinzip);auch geht es um Sprachnot, die Unmöglichkeit die Wirklicheit mit Sprache wiederzugeben. Auch Törleß hat diese ” Anfälle” und starke Probleme, sich selbst, seine Motive Basini zu quälen und anderes vernünftig mit Worten wiederzugeben, leidet also unter Sprachnot und kann die Wirklichkeit nicht sprachlich erreichen. Ich glaube das müsste es so grob sein;) liebe Grüße
Svenja9. März 2010, 20.52 Uhr
@ Tirreg
Der Roman gehört in die Epoche Vormärz
7. März 2010, 16.55 Uhr
Wie kann man den Roman Törleß mit Sprache-Denken-Wirklichkeit vergleichen? Wie kann man Sprache Denken Wirklichkeit und Törleß in Verbindung setzen??
Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir helfen könntet..
Jenny20. Februar 2010, 00.53 Uhr
Welcher Epoche ist der Roman zuzuordnen? Es gibt da sehr zwiespältige Äußerungen. Weiß jemand genaueres?
Tirreg16. Februar 2010, 15.08 Uhr
es feht die Sprachkrise, sprachskepsis als Modephänomen der Zeit. wid deutlich, als Törleß über das Wort UNENDLICH philosopiert!
Anna5. November 2009, 16.47 Uhr
Bozena (sprich: Bodschinna) ist keine junge Frau und Törleß verkehrt nicht sexuell mit ihr. Wieso erfährt man so wenig über Törleß`Mutter? Frau Hofrat zu Törleß spielt für ihren Sohn eine wichtige Rolle im Sinne seiner Sexualentwickelung.Hat Törleß seine Verwirrungen überwunden oder nicht?
Anna27. Oktober 2009, 20.11 Uhr
Hallo… vielleicht sollte man mal die Begriffe klären: Auktorial..? Kommt nur gelegentlich vor - überwiegend personal! Wer das nicht begreift, sollte lieber garnix sagen. Und Erzählstil - was´n das?? Schon mal was von “Erzählsituation” gehört? Das ist auch nicht das gleiche wie “Perspektive”…
EW16. Oktober 2009, 01.26 Uhr
Natürlich ist das Buch auch im personalen Erzählstil. Es ist ein ständiger Wechsel zwischen den beiden Stilen- das unterstützt doch noch zusätzlich die Verwirrungen Törleß’
Alya3. Oktober 2009, 16.21 Uhr
Eben, streng auktorial! nur wechsel zwischen törleß’ vivisektor, erzählbericht und kommentaren/reflexionen…aber doch nie wirklich personal^^
Sina30. September 2009, 17.09 Uhr
Das Buch ist aber auktorial und nicht personal erzählt!
Len31. August 2009, 08.34 Uhr
Wie viel zeit vergeht in dem Buch?
Inga25. August 2009, 14.20 Uhr
Was in den Briefen steht erfährt man glaub ich nicht. Basini wird körperlich Misshandelt (geschlagen, gepeitscht etc.), sexuell Vergewaltigt, Gedemütigt (beschimpft sich selbst) und eben auch für Beinebergs Psychoanalyse verwendet.
Flo18. August 2009, 23.22 Uhr
Wie und auf welche Art misshandeln die Jungen Basini, und was steht in den Briefen seiner Mutter ?
Julia18. August 2009, 19.10 Uhr
Kommentar schreiben
© 2010 fiene,horn | Impressum
